Lesestark! Dresden blättert die Welt auf.

Das sind wir

Lesestark! Dresden blättert die Welt auf. Ein Programm zur Lese-, Sprach- und Schreibförderung für 5- bis 8jährige Kinder in Dresden.

 

Was sind die Angebote?

Wir vermitteln Lesepaten an Kindergärten (Vorschulgruppe) und Grundschulen (1. Klasse).

Kindergärten und Grundschulen aus dem Stadtgebiet Dresden können zusätzlich verschiedene Angebote rund ums Thema Buch und Wissensvermittlung auswählen. Diese Veranstaltungen werden von Honorarkräften durchgeführt. Kindergärten und Grundschulen können eine Veranstaltung aus dem jeweiligen Themenkatalog wählen.

Für die Grundschüler gibt es am Ende des Schuljahres extra konzipierte Sonderveranstaltungen, die in Kooperation mit zwei Partnern durchgeführt werden:

  • “Zebra, Otter, Ochsenfrosch – Auf Lesesafari durch den Dresdner Zoo”            
  • “Ich sehe was, was du nicht siehst: Die Kunst (zu) lesen”, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden                                

 

Wer beteiligt sich?

Lesestark! ist ein Leseförderprogramm der Städtischen Bibliotheken Dresden. In diesem Rahmen betreuen alle Stadtteilbibliotheken ehrenamtliche Lesepaten. Die Mitarbeiter der Bibliotheken geben den Lesepaten Anregungen und Tipps zur kreativen Literaturvermittlung. Regelmäßig gestalten Lesepaten Vorlesestunden für Vor- und Grundschüler in der Bibliothek oder der Einrichtung. Im gesamten Stadtgebiet nehmen 87 Kindergärten und 41 Grundschulen (Stand Januar 2017) am Projekt teil. Honorarkräfte aus unterschiedlichen Bereichen gestalten Veranstaltungen rund um die Themen Buch und Wissensvermittlung.

 

Durch Lesen stark werden!

Lesen als Kulturtechnik und Teil einer umfassenden Medienkompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen unserer Gesellschaft. Die viel diskutierte Zunahme von Defiziten bei Lesefähigkeiten und -fertigkeiten erfordert nachhaltiges, auf Kontinuität angelegtes Handeln. Hier setzt Lesestark! als Gemeinschaftsprojekt mit zahlreichen Partnern an.

Lesestark! wurde 2008 als Projekt von den Städtischen Bibliotheken Dresden, der Bürgerstiftung Dresden und der Schweizer Drosos Stiftungins Leben gerufen. Nach einer dreimonatigen Vorbereitungsphase durch das Projektteam begannen 50 Lesepaten für Kindergarten- und Grundschulkinder im September desselben Jahres mit ihren Vorleseaktivitäten in zehn ausgewählten Stadtteilen Dresdens (Gorbitz, Prohlis, Cotta, Pieschen, Reick, Strehlen, Weißig, Klotzsche, Blasewitz, Haupt- und Musikbibliothek).

Die Arbeit des Projekts „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf.“ fand innerhalb der vergangenen Jahre großen Zuspruch in Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und bei der Dresdner Bevölkerung. Dieser Erfolg führte dazu, dass Lesestark! mittlerweile in den Städtischen Bibliotheken Dresden verstetigt wurde.

Aktuell engagieren sich rund 120 Lesepaten ehrenamtlich im gesamten Stadtgebiet Dresdens.

 

Zielstellung

Ziel ist es, nachhaltige Impulse für eine von Beginn an erfolgreiche literarische Sozialisation von Kindern im Übergang zur Schule zu geben. Durch kreative Formen der Lese- und Sprachförderung in einem neuartigen System mit hoher Betreuungsdichte sollen besonders Kinder aus buch- und lesefernen Schichten bzw. aus sozial benachteiligten Familien gefördert werden. Im Schuljahr 2016/17 erreichte Lesestark! über 5000 Vor- und Grundschulkinder.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen neue Konzepte, mit deren Hilfe ein freiwilliges, aktionsbetontes, positiv erlebtes und damit erfolgreiches Lernen möglich wird. Die Basis dafür bilden die gut ausgebauten Dresdner Stadtteilbibliotheken als kulturelle Orte, in denen die Kinder Literatur in vielfältiger Weise erleben können.

Da Leseförderung in dieser Dimension ohne ehrenamtliches Engagement nicht leistbar ist, bilden literarisch interessierte Menschen aller Altersgruppen das Herzstück der Vorleseaktivitäten rund um das Bilder- und Kinderbuch. Um ihnen die dafür notwendigen fach-spezifischen Kenntnisse zur selbstständigen und ideenreichen Umsetzung geeigneter Konzepte in die Hand zu geben, finden monatliche Fort- und Weiterbildungen, Workshops und Kurse statt. Sie beinhalten Fragen zur Praxis des Vorlesens, Informationen zur Buchauswahl sowie methodische Anregungen zur Leseförderung.

Dass kulturelle Bildung immer auch soziale Bildung einschließt, ist eine Erfahrung, der das Projekt mit verschiedenen Möglichkeiten des intergenerativen Austauschs Rechnung trägt. Eine mittlerweile sehr erfolgreiche Form stellen hierbei Lesepatencafés dar. Aber auch Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen mit denen am Projekt beteiligten Erzieherinnen bzw. Lehrerinnen sowie Elternabende in den Einrichtungen zeigen die Bedeutung eines Interagierens und Austauschens aller am Projekt beteiligten Personen.

In der Außenwirkung zielt das Projekt auf die Weiterentwicklung des positiven Images von Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen, die von Kindern mit Freude und persönlichem Gewinn besucht werden. Sie sollen als Lernorte und Orte der Lese- und Sprachförderung noch mehr ins Bewusstsein von Eltern, Pädagogen, Multiplikatoren sowie der Öffentlichkeit treten.

Angestrebte bzw. zum Teil verwirklichte Kooperationen zu anderen künstlerischen Sparten wie dem Theater (tjg -Theater Junge Generation Dresden), Musikvereinen (Musenkinder e.V.) und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zielen vor Ort auf den Aufbau eines Netzwerkes. In dessen Zentrum steht für Heranwachsende die Erfahrung der Inszenierung, Dramatisierung bzw. Bebilderung literarischer Texte. Auf diese Weise wird eine ganzheitliche Erfahrbarkeit der Künste angestrebt, die Bestandteil kultureller Bildung nachfolgender Generationen sein sollte.

Das Projekt wurde begleitet von einer wissenschaftlichen Evaluation, in deren Zentrum die Untersuchung der sich entwickelnden Lesekompetenz der am Projekt beteiligten Kinder stand.

Städtische Bibliotheken DresdenDrosos Stiftung ZürichBürgerstiftung Dresden

Ein Projekt der Städtischen Bibliotheken Dresden. Gefördert durch die drosos Stiftung Zürich und die Bürgerstiftung Dresden.